Fakten über Geschichte | Labrador

Geschichte

Labrador Hunde stammen ursprünglich von der kanadischen Ostküste im Gebiet von Neufundland. Die dort lebenden Einwohner hielten sich bereits über mehrere Jahrhunderte viele Arten von Gebrauchshunden, die sie bei der Jagd und während der Arbeit einsetzten. Welche genauen Rassen genutzt wurden, lässt sich heute leider nicht mehr nachvollziehen. Fest steht jedoch, dass sich im Laufe der Jahre zwei Rassen entwickelt und weiter etabliert haben: Die Neufundländer und die Labrador Hunde (auch Labrador Retriever genannt).
Die Neufundländer waren sehr nützlich in kalten Gegenden, sowie in der Winterzeit, da sie ein sehr dickes, pelzartiges Fell besitzen und somit vor Nässe, Kälte und eisigen Winden geschützt sind.

Die Labrador Hunde wurden zu der Zeit noch als „kleine Neufundländer“ bezeichnet, weil sie vom Gewicht her viel leichter waren, als der „große Bruder“. Da jeder Arbeiter und Fischer stets die am besten geeigneten Tiere haben wollte, entstand damals bereits eine Art Zucht, wodurch sich die uns heute bekannten Labrador Hunde entwickelten. Der Vorteil dieser Rasse war, dass die Tiere im Gegensatz zu den stark befellten Neufundländern, im Wasser sehr agil waren und trotz Kälte schnell trocken waren. Diese Hunde waren in der Lage, Fangkörbe, Fischernetze und andere im Wasser befindliche Gegenstände einzutreiben, was den Fischern sehr viel Arbeit ersparte.
Auch an Land waren sie sehr nützlich, da sie ein sehr gutes Gedächtnis besaßen, um gefallenes Wild, vom Himmel geschossene Vögel und andere Beute zu finden. Zu dieser Gabe kam hinzu, dass Labrador Hunde ideal zum Apportieren geeignet waren und dabei die Beute aufgrund des „leichten Kiefers“ nicht zerrissen und ungenießbar gemacht haben.

Ihren Namen bekamen die Labrador Hunde in England. Fischer haben Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Tiere aufgrund der o. g. Fähigkeiten mitgenommen und im eigenen Land zur Arbeit genutzt. Viele dieser Tiere gelangten in die Kreise adeliger und gutgestellter Familien, die die Hunde zur Jagd in ihren Wäldern und Feldern eingesetzt haben. Im Laufe der Zeit wurde die Zucht konsequenter betrieben, sodass die Leistungsfähigkeit und damit auch der Ertrag gesteigert werden konnten. Das Bild des heute bekannten Labradors begann zu entstehen: Ein kräftiger, mittelgroßer Hund mit breitem Schädelknochen, kurzem aber harten Fell, sowie sehr dichter Unterwolle, die wasser- und kälteabweisend ist.

Aufgrund dieser Zucht ist es auch nicht verwunderlich, dass in England zu Beginn des 20. Jahrhunderts der erste Rassestandard für Labrador Hunde aufgestellt wurde, an den sich die Züchter noch immer halten und ihn versuchen zu erfüllen.

Heute sind Labrador Hunde nicht nur noch in der Jagdwelt zu finden. Sie haben den Sprung in viele Bereiche unseres heutigen Lebens geschafft. Sie werden als Rauschgifthunde, Rettungshunde, Blindenhunde oder als Sport- und Familienhunde gehalten. Gerade letzteres wird durch sein Wesen unterstützt. Labrador Hunde sind sehr geduldige, angenehme und besonders kinderliebe Hunde, die aufgrund der Haltung in den letzten 200 Jahren ein enges Zusammenleben mögen und alles dafür tun würden.

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