Gesundheit
Labrador Hunde gelten im Allgemeinen als sehr robuste, gesunde und vor allem witterungsunempfindliche Hunde, deren Haltung sich als unkompliziert und einfach beschreiben lässt. Obwohl der Labrador nicht zu den besonders krankheitsanfälligen Hunderassen zählt, sind viele Labrador Hunde nicht frei von (teilweise) schweren und für den Besitzer teuren Erkrankungen.
Diese Erkrankungen beziehen sich hauptsächlich auf die Augen/Sehkraft und das Skelett des Tieres.
a) Augenerkrankungen:
Es wird unter drei verschiedenen Arten unterschieden: HC (erblicher Katarakt) und RD (Retinadysplasie) sowie PRA (Progressiver Retina Dysplasie). Jede dieser Erkrankungen kann im schlimmsten Falle zu einer völligen Erblindung der Labrador Hunde führen. Leider sind auch diese Krankheiten (teilweise) erblich bedingt, sodass viele junge und auf dem ersten Blick gesunde Labrador Hunde bereits die Gene in sich tragen und im Laufe der Zeit diese Krankheiten entwickeln.
b) Skeletterkrankungen:
Die Ellenbogendysplasie (ED) und die Hüftgelenksdysplasie (HD) gehören ebenfalls zu den genetisch-veranlagten Krankheiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Die Tragweite ist bei früher Erkennung jedoch nicht so schlimm, wie bei den Augenerkrankungen. Hier kann bei früher Erkennung noch vorbeugend gehandelt werden. Eine Anpassung des Futters, sowie des Umfangs der Bewegung und deren Art kann Labrador Hunde „schonen“ und vor den Auswirkungen dieser Erkrankungen beschützen. Je nach Fortschritt sollte mit dem Tierarzt über die Dauer und Häufigkeit von Spaziergängen und Spieleinlagen gesprochen werden. Besonders im Welpenalter sollte das Tier „geschont“ und kontrolliert bespielt werden. Treppen laufen sollte generell vermieden werden, auch bei gesunden Welpen. Ebenso beim Einstieg in einen PKW sollte das Tier stets getragen werden. Bei Welpen besteht hier die Gefahr, dass sie abrutschen und sich verletzen können.
Vor dem Kauf eines Labrador Hundes sollte unbedingt der Stammbaum des Tieres eingesehen und schriftlich festgehalten werden, dass keine dieser Erkrankungen in den Eltern-Generationen vorliegen. Viele (vor allem seriöse) Züchter geben eine zwei Jahresgarantie auf diese Krankheiten und übernehmen im Krankheitsfall einen Teil oder gar die kompletten Kosten für die Behandlung des Labrador Hundes.
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