Fakten über Wesen und Charakter | Labrador

Wesen und Charakter

Nach dem aktuellen Rassestandard, sehen perfekte Labrador Hunde vom Wesen her wie folgt aus: „Gutmütig, sehr bewegungsfreudig. Ausgezeichnete Nase, weiches Maul, ausgeprägte Wasserfreudigkeit. Anpassungsfähiger, hingebungsvoller Begleiter. Intelligent, aufmerksam und leichtführig, mit dem starken Willen, seinem Führer zu gefallen. Freundliches Wesen, ohne Spur von Aggression oder unangebrachter Scheue.“

Labrador Hunde sind Kindern, anderen (fremden) Menschen und Tieren gegenüber sehr gelassen, keines Wegs aggressiv und nicht ängstlich. Jedoch ist hier auch zu beachten, dass ein Welpe sich stets zu dem Hund entwickelt, zu dem er erzogen, gehalten und behandelt wird. Wie allen Hundewelpen muss gerade in den ersten Lebenswochen/-monaten eine Sozialisierung des Tieres erfolgen. Die ersten Schritte muss der Züchter übernehmen und ihm simple Dinge wie den Umgang mit fremden Menschen und Tieren, verschiedene Untergründe (Rasen, Pflasterstein, Erde, Straßen, Kies usw.) und ganz wichtig, die Stubenreinheit beibringen. Es bringt weder dem Hund, noch dem zukünftigen Besitzer etwas, wenn der Hund nicht gelernt hat, sein Revier sauber zu halten. Viele Züchter achten gerade auf diesen Punkt nicht besonders, weil es zeit- und arbeitsintensiv ist. Wichtig zur Ausprägung eines guten sozialen Wesens ist, dass die Hunde viel mit ihren Besitzern erleben und viel Zeit zusammen verbringen. Gut geeignet sind Familienbesuche, bei denen die Hunde meist eine besondere Aufmerksamkeit bekommen und von vielen gutmütigen Menschen umgeben sind. Dies stärkt das soziale Gefühl des Hundes und gibt ihm Sicherheit im Umgang mit vielen Menschen. Aber auch bei Labrador Hunden (wie bei allen Hunderassen) gilt, dass sie nie alleine mit kleinen Kindern gelassen werden sollen. Es lässt sich nicht abschätzen, wie ein Tier reagiert, wenn es von Kindern falsch angefasst, gekniffen oder gar getreten wird. Auch große Spielzeuge können einem Hund Angst machen, was eine Überreaktion hervorrufen kann.

Die typischen Labrador Hunde sind alles andere als langweilig oder bewegungsfaul. Im Gegenteil, sie sind absolut bewegungsfreudig, lieben lange Spaziergänge oder Radtouren und gehen sehr gerne schwimmen. Es sollte also immer mal ein See aufgesucht werden, in dem der Hund schwimmen kann. Er wird es sehr genießen. Nicht geeignet sind Labrador Hunde für Besitzer, die ihre Hunde lange Zeit im Zwinger halten oder viele Stunden am Tag alleine lassen. Dies entspricht ganz und gar nicht seinem Wesen und sollte unbedingt vermieden werden.

Da die Labrador Hunde in ihrer Geschichte als Jagd- und Arbeitshunde genutzt wurden, sind sie sehr lernfähig und arbeitswillig. Dies sollte man sich als Besitzer zu Herzen nehmen und regelmäßig mit dem Tier trainieren und spielen. Eine Möglichkeit ist es, Hundespielzeug im Garten zu verstecken und es den Hund suchen zu lassen. So lässt sich eine „Jagd“ simulieren, was dem Tier sehr viel Freude bereiten wird. Im Alltag ist auch zu sehen, dass Labrador Hunde Ihre Mitmenschen sehr intensiv beobachten und sich Verhaltensweisen abschauen.

Labradore sind Hunde zum Anfassen, Streicheln und Kraulen. Auch Fremde Menschen können dies bei ausgeglichenen Tieren jederzeit machen. Schärfe, Aggression, aber auch Scheue sind Merkmale, die Labradorhunde im Regelfall bei guter Haltung nicht an den Tag legen. Diese Merkmale haben zur Folge, dass sich Labrador Hunde nicht als Wachhunde für Haus und Hof eignen. Ein generelles Misstrauen den Menschen gegenüber lässt sich bei Tieren aus seriöser Zucht und Haltung nicht finden. Hunde anderer Rassen sind für diese Aufgaben besser geeignet.

Weiterführende Informationen: